Dieser Artikel informiert Sie umfassend über das Berliner Psychotraumakolloquium 2026, das vom 9. bis 11. September in Berlin stattfindet. Erfahren Sie hier alles zu den Inhalten, dem Programmablauf und wie Sie sich Tickets für die Teilnahme in Präsenz oder online sichern können.
Inhaltsübersicht
Unter dem Leitmotiv „#MentalStark in der Zeitenwende – gemeinsam lernen, vernetzt handeln“ bringt der Verein Angriff auf die Seele e.V. mit fachlicher Unterstützung durch das Psychotraumazentrum der Bundeswehr (am Bundeswehrkrankenhaus Berlin) Fachleute aus der Bundeswehr, zivilen Kliniken, der Wissenschaft und internationalen Partnerorganisationen zusammen.
Krieg in Europa und die wachsenden Belastungen für Soldatinnen und Soldaten, ihre Familien sowie zivile Einsatzkräfte zeigen: Die „Zeitenwende“ ist auch eine enorme Herausforderung für die seelische Gesundheit. Das Kolloquium bietet drei Tage lang eine Plattform, um wissenschaftliche Erkenntnisse, praxisnahe Verfahren und den Aufbau belastbarer Versorgungsnetzwerke über militärische und zivile Grenzen hinweg zu diskutieren.
Die Veranstaltung erstreckt sich über drei Tage und bietet eine Mischung aus Vorträgen, Panels und Workshops:
Ein durchgehendes Thema des Kongresses ist die psychosoziale Situation in der Ukraine. Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie ukrainischer Einrichtungen (u. a. das Koordinationszentrum für psychische Gesundheit des Programms „Ти як?“ / „Wie geht es dir?“) geben wertvolle Einblicke. Dabei geht es um Versorgungsstrukturen, Bewältigungsstrategien und den Umgang mit Langzeitfolgen wie Kriegsgefangenschaft. Ein spezielles Highlight-Panel gibt den Betroffenen selbst eine Stimme.
Psychische Belastungen enden nicht an der Kasernentür; sie wirken sich unmittelbar auf Partner, Familien und das nahe Umfeld aus. Genau hier setzt die Arbeit von Angriff auf die Seele e. V. an. Der Kongress greift dieses Thema in speziellen Workshops auf. Es geht um Psychoedukation, Kommunikation und die Partnerschaftsqualität bei einsatzgeschädigten Soldatinnen und Soldaten. Wer selbst betroffen ist oder sich in der Angehörigenhilfe engagiert, findet hier wichtige Impulse und Kontakte.
Zum ersten Mal wird auf dem Kolloquium der Wissenschafts- und Innovationspreis „Psychosoziale Forschung & Anwendung“ verliehen. Dieser Preis zeichnet Projekte aus, die eine Brücke zwischen akademischer Forschung und der praktischen Versorgung im Alltag schlagen. Gute Ideen sollen so schneller bei den Betroffenen ankommen.
Da die Plätze vor Ort begrenzt sind, wird die Veranstaltung hybrid angeboten.
Das geplante Programm können Sie hier in drei Sprachen herunterladen:
c/o Psychotraumazentrum der Bundeswehr
Scharnhorststr. 13
10115 Berlin
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