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Psychohygiene im Einsatz
Geschrieben von: Annelie Weigand   
  • Stellen Sie sich darauf ein, über Monate unter widrigen Umständen zu leben (ungewohnte bis extreme klimatische Bedingungen, beengter privater Lebensraum, Rund-um-die-Uhr-Dienst, ständige Bedrohung für Leib und Leben). Erwarten Sie nicht von sich, dass Sie dies innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen nach der Ankunft in den Griff bekommen, Sie werden sich aber daran gewöhnen.
  • Verlieren Sie nicht gleich den Mut, wenn Sie feststellen, dass Ihnen die Belastungen am Einsatzort mehr zusetzen als sie angenommen haben. Jede Herausforderung, die Sie am Ende erfolgreich bewältigen, stärkt Ihr Selbstbewusstsein und damit auch Ihre psychische Gesundheit.
  • Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen auch am Einsatzort gut geht: essen, trinken und schlafen Sie ausreichend, strukturieren Sie Ihren Tag, treiben Sie Sport, nutzen Sie die Angebote des Truppenpsychologen zum Entspannungstraining, suche Sie Orte des Rückzugs zum Abschalten auf, wie sie beispielsweise die Einrichtungen der kirchlichen Institutionen bieten.
  • Lassen Sie negative Gedanken nicht die Überhand in Ihrem Alltag gewinnen.
  • Lassen sie Ihrer Phantasie freien Lauf und versuchen Sie, täglich etwas Positives in Ihrem Umfeld zu entdecken. Dies kann beispielsweise ein Steinchen sein, auf das Sie treten, während Sie an Ihr Liebstes zu Hause denken. Heben Sie es auf, schicken Sie es mit den in Worte gefassten Empfindungen nach Hause. Es wird sicher mehr Gewicht haben als eine Edelsteinkette.
  • Scheuen Sie nicht, Kameraden, Ihren Vorgesetzten, den Truppenpsychologen, die Ärzte oder einen Militärseelsorger um Hilfe zu bitten, wenn Sie Probleme haben, mit denen Sie alleine nicht mehr fertig werden. Vertrauen Sie darauf, dass Menschen in Ihrer Umgebung sind, die Ihnen helfen wollen und können.
  • Achten Sie auch auf das Wohlbefinden Ihrer Kameraden und bieten Sie Ihre Hilfe an, wenn Sie erkennen, dass jemand in Schwierigkeiten ist.